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Häufige Fragen

  1. Was ist der Unterschied zwischen Front- bzw. Auf- und Rückprojektion?

    Bei der Frontprojektion, oder auch Aufprojektion genannt, wird das Bild auf eine reflektierende Wand projiziert. Der Betrachter sitzt auf der gleichen Seite wie der Projektor.

    Bei der Rückprojektion wird das Bild auf eine lichtdurchlässige Wand projiziert. Der Betrachter sitzt auf der anderen Seite.

    Nur bei der HoloPro Spiegelscheibe handelt es sich um ein Frontprojektionssystem.

    Alle anderen HoloPro Systeme sind nur für Rückprojektion geeignet.

  2. Was für Projektoren kann ich für HoloPro™ einsetzen?

    Schlagworte:  Projektionsverhältnis, Keystone- bzw. Trapezkorrektur, ANSI-Lumen

    Projektionsverhältnis:

    Das Projektionsverhältnis gibt an, wie sich die Bildbreite zum Projektionsabstand verhält. Fast jeder Beamer hat eine andere Optik eingebaut. Um zu wissen, wie weit der Projektor von der Projektionsleinwand entfernt aufgestellt werden muss, wenn eine bestimmte Bildbreite erzielt werden soll, muss das Projektionsverhältnis bekannt sein.

    Beispiel: das Projektionsverhältnis beträgt 2:1, d. h. der Beamer muss in einer Entfernung von der zweifachen Bildbreite aufgestellt werden. Soll die Bildbreite 2 m betragen, so muss der Beamer in einem Abstand von 4 m zur Leinwand aufgestellt werden.

    HoloProTM ist so konzipiert, dass ein Projektionsverhältnis von ca. 1.8:1 eingehalten werden muss. Um also ein 1 m breites Bild zu erzeugen, muss der Projektor in einem Abstand von 1,8 m plaziert werden.

    Keystone- bzw. Trapezkorrektur:

    Als Keystone wird die Verzerrung eines projizierten Bildes bezeichnet, die entsteht, wenn der Projektor schräg zur Projektionsfläche ausgerichtet ist. Korrigiert werden kann diese trapezförmige Verzerrung entweder durch ein Verschieben der Optik parallel zur Bildebene (lens shift) oder durch eine elektronische Korrektur.

    HoloProTM wird vom Projektor unter einem Winkel von 37° angestrahlt. Aus diesem Grund muss der Projektor eine vertikale Trapezkorrektur von +/- 30° haben.


    ANSI-Lumen:

    Die Leuchtkraft bzw. Beleuchtungsstärke von Projektoren bzw. Beamern wird in ANSI-Lumen angegeben. Je größer die Projektionsfläche ist, desto höher muss auch die Beleuchtungsstärke des Beamers sein.

    Es folgen einige Empfehlungen für verschiedene Größen von HoloPro Scheiben:

  3. In welchen Formaten wird HoloPro™ angeboten?

    HoloPro wird standardmäßig in den Seitenverhältnissen 4:3 und 16:9  in den folgenden Formaten angeboten:

    4:3


    16:9

     

    Darüber hinaus können auch Sonderformate bis zu einer max. Höhe von 1,60 m angefertigt werden.

  4. Kann ich HoloPro™ auch als Hochformat einsetzen?

    HoloPro wird standardmäßig  im Querformat 4:3 und 16:9 produziert.

    1. Möglichkeit:

    Jedes Querformat kann um 90° gedreht werden, um ein Hochformat zu erreichen. Allerdings verändern sich die Sichtbarkeitswinkel für den Betrachter! Horizontal ergeben sich ±15° und vertikal ±45°.

    Zusätzlich müsste der Projektor auf die Seite (um 90°) gedreht werden, damit die volle Auflösung dargestellt werden kann. Dies kann aber nur mit bestimmten, wenigen Projektoren gemacht werden.

    2. Möglichkeit:

    Aus einem größeren Querfomat (beispielsweise 55") wird ein Hochformat (40") herausgeschnitten. In diesem Fall bleiben die Sichtbarkeitswinkel für den Betrachter erhalten.

    Es bleibt jedoch die gleiche Problematik wie bei der ersten Möglichkeit: Kann der Projektor nicht seitlich projizieren, kann immer nur ein Ausschnitt dargestellt werden.

  5. Wie wird HoloPro™ angeboten?

    HoloPro™ muss vor Feuchtigkeit geschützt werden. Aus diesem Grund wird HoloPro™ in Glas, in Kunststoff oder in einlaminierter Folie angeboten.

    Glas:

    Die Einbettung in Glas bietet den besten Schutz für die Folie. Sie ist nicht nur gegen Feuchtigkeit, sondern auch gegen mechanische Beschädigungen wie z. B. Kratzer effektiv geschützt. Die Einbettung erfolgt in Verbundsicherheitsglas. Außerdem wird reflexarmes Glas eingesetzt. Das entspiegelte Schott-AMIRAN-Glas weist lediglich einen Reflexionsgrad von 1 % auf. Mögliche Spiegelungen der Umgebung auf dem Glas entfallen nahezu vollständig.

    Acrylglas (synthetischer, glasähnlicher Kunststoff):

    Die Einbettung in Acrylglas ist der leichtere und splitterfreie Ersatz für Glas. Acrylglasscheiben haben durch ihre gute Witterungsbeständigkeit eine lange Lebensdauer und sind frost- und hitzebeständig.
    Außerdem haben sie eine ausgezeichnete Brillanz und eine hohe Lichtdurchlässigkeit.
    Diese Variante der Einbettung wird deshalb auch gerne für Schaufensteranwendungen genommen.

    Einlaminierte Folie:

    Wird HoloPro™ in Folie einlaminiert, kann es auf bestehende Glasflächen mit Hilfe von Adhäsionsklebern bzw. doppelseitigem, transparentem Klebeband aufgebracht werden. Sie ist für die Innenraumanwendung gedacht. Andauernde hohe Luftfeuchtigkeit oder ständige Feuchtigkeit an der Oberfläche kann die holographische Funktion stören.

  6. Kann ich HoloPro™ an die Wand hängen bzw. ist eine Aufprojektion möglich?

    HoloPro™ kann nicht an die Wand gehängt werden. Da sie eine Rückprojektionstechnologie ist, muss dahinter noch Platz für den Projektor bleiben.

    Aber es gibt auch die Produktvariante mit eingebetteter Spiegelfolie (Spiegelscheibe). Mit ihr ist eine Aufprojektion möglich. Dementsprechend kann sie auch an die Wand gehangen werden. Es gelten die gleichen Projektions- und Betrachtungsabstände. Allerdings ist eine Hindurchsicht nicht mehr möglich.

  7. Was kann alles auf HoloPro™ gezeigt werden?

    Die Zuspielung erfolgt über einen Projektor. Als Quelle können Laptop, Computer, DVD-Player oder für Fernsehempfang ein DVB-T-Receiver dienen. Darstellung von Bildern oder Videos ist möglich.

  8. Wie funktioniert HoloPro™? Was ist ein HOE?

    Die gesamte Projektionsfläche setzt sich zusammen aus vielen einzelnen Holografisch Optischen Elementen (HOE); pro Quadratmeter sind mehrere Millionen HOEs in das Filmmaterial einbelichtet.
    Jedes einzelne HOE birgt in sich die Information, wie das Licht genau an dieser Stelle vom Projektor kommend zum Betrachter hin umgelenkt werden soll. Dabei wird nur das Licht zum Betrachter hin umgelenkt, welches genau aus der Richtung des Projektors kommt. Alles andere Licht bleibt unberücksichtigt und fällt durch die Scheibe hindurch.
    HoloPro™ ist also ein winkelselektives System.

  9. Pflegehinweise für HoloPro™

    Reinigung:

    Um das attraktive Aussehen der HoloPro™-Scheiben zu erhalten, müssen diese regelmäßig gereinigt werden. Normale Verschmutzungen lassen sich im üblichen Nassverfahren mit Wasser, Schwamm, Lappen und Abstreifer bzw. Fensterleder beseitigen.

    Erfahrungsgemäß ist ein 1:1-Gemisch aus Alkohol und destilliertem Wasser mit einem Tropfen Spülmittel am besten. Hierbei sollte es sich um neutrale Netzmittel ohne scheuernde Mittel handeln (z.B. Pril, Ajax, Glasreiniger, Sidolin Glasreiniger, Spiritus oder Ähnliches). Um Putzstreifen zu vermeiden, sollten die Reinigungsmittel nur verdünnt angewendet werden.

    Ungeeignete Reinigungsmittel:

    Alle stark alkalischen Waschlaugen sowie Säuren, insbesondere Flusssäuren bzw. fluoridhaltige  Reinigungsmittel greifen die entspiegelten Glasoberflächen an und führen zu irreparablen Verätzungen. Grobe Reinigunsmittel, wie z. B. Scheuermittel, Stahlwolle oder Stoffe mit eingewebten groben Metallfäden sind ungeeignet ebenso silikonhaltige Mittel.

    Keine Klingen verwenden! Das Abziehen mit Stahlklingen könnte sonst Kratzspuren in der beschichteten Glasoberfläche verursachen.

    Bei Nichtbeachtung der Reinigungshinweise übernimmt der Lieferant weder Gewährleistung noch Haftung.

  10. Was ist ein Hot Spot? Gibt es einen Hot Spot bei HoloPro™?

    Ein Hot Spot ist eine Stelle im Bild, deren Helligkeit stark über dem Durchschnitt liegt.

    Bei HoloPro™ gibt es keinen Hot Spot, da sich der Projektor nicht auf der gleichen Achse wie der Betrachter befindet. Er sieht also nicht in das Objektiv des Projektors.

  11. Was muss ich beachten, wenn ich HoloPro™ einsetze?

    HoloPro™ ist ein Rückprojektionsmedium. Das heißt, die Beleuchtung erfolgt von hinten und der Betrachter steht auf der vorderen Seite der Projektionsscheibe.

    Betrachtungsposition und -abstand:

    Die Sichtbarkeit von HoloPro™ beträgt horizontal ±45° und vertikal ±15°.

    Draufsicht:

    Seitenansicht:

    Abhängig von der Größe der eingesetzten Scheibe ergeben sich verschieden weitere Betrachtungsabstände:


    Wie hoch muss die HoloPro™ Scheibe aufgehangen werden?

    Bedingt durch die vertikale Sichtbarkeit von ±15° sollte sich die Bildmitte der Scheibe auf einer Höhe von 1,65 m befinden. Dies entspricht in etwa der Durchschnittsgröße des Menschen.


    Position des Projektors:

    HoloPro™ ist so konzipiert, dass die Beleuchtung durch den Projektor unter einem Winkel von ca. 36° stattfindet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Projektion von oben oder von unten erfolgt (die HoloPro™ Scheibe wird lediglich herumgedreht).

    Projektorgeometrie am Beispiel einer 50" Scheibe:

     

    Je größer die ausgeleuchtete Fläche ist, desto weiter entfernt ist auch der Projektor zu platzieren.

  12. Kann ich HoloPro™ für mein Schaufenster einsetzen?

    Zu welcher Tageszeit soll die Anwendung laufen?

    Wie lange läuft die Anwendung am Tag?

    In welche Himmelsrichtung ist das Schaufenster ausgerichtet?

    Wird das Schaufenster durch eine Markise oder ein Vordach abgeschattet?

    Handelt es sich um getöntes Glas und kann die Tönung/Färbung entfernt werden?

    Wie intensiv scheint die Sonne in Ihrer geografischen Region?



    Die Antworten auf diese Fragen definieren sowohl die Größe der Schaufensteranwendung als auch die ANSI-Lumen-Stärke des eingesetzten Projektors.

    Soll die Display-Anwendung länger als 4-5 Stunden pro Tag laufen, kommt nur ein DLP-Projektor für den Einsatz in Frage. LCD-Projektoren sind nicht dafür ausgelegt, Tag für Tag mehrere Stunden in Betrieb zu sein. Spätestens nach einem Jahr wird es zu technischen Problemen mit dem Projektor kommen.

    Bietet sich also aufgrund der Einsatzdauer nur ein DLP-Projektor an, ist im Sinne einer wirtschaftlichen Lösung wiederum auch die Displaygröße begrenzt. Bezahlbare DLP-Projektoren gibt es nur bis zu 3500 ANSI-Lumen. Geht man von ca. 0,5 lumen pro cm2 aus, ist mit solch einem Gerät max. ein 60" Display zu bedienen.

    Idealerweise ist das Schaufenster Richtung Norden ausgerichtet und ist weder mit Sonnenauf- und -untergang noch mit einer südlichen Sonne während der Wintermonate konfrontiert.

    Bei der zu projizierenden Displaygröße und der ANSI-Lumen Zahl des Projektors wird es gravierende Unterschiede zwischen einem abgeschatteten nach Norden ausgerichteten und einem nicht abgeschatteten nach Westen orientierten Schaufenster geben.

    Ist das Fensterglas getönt und können Sie die Tönung nicht entfernen, wird es sehr unwahrscheinlich sein eine Schaufensteranwendung einzurichten.

    Ein weiteres Problem sind blendendes Licht und Reflexionen. Jedes auf Glas basierendes Display-System hat mit diesen Punkten zu kämpfen. Zwar gibt es Anti-Reflexions-Folien, beachten Sie jedoch, dass je mehr Schichten das Licht vom Projektor zu durchleuchten hat, desto weniger kommt auf der anderen Seite auch an.

  13. Wie hoch ist die Auflösung von HoloPro™?

    Die Auflösung von HoloPro™ wird durch den eingesetzten Projektor vorgegeben.

  14. Was bedeutet der Einschnitt auf einer Seite von HoloPro™?

    Die holographisch-optischen Elemente von HoloPro™ haben eine Richtungscharakteristik.

    Auf jeder HoloPro™-Scheibe ist an einer der vier Ecken des Films ein Einschnitt im Hologramm. Diese fehlende Ecke gibt die Ausrichtung der Scheibe zur Montage vor:

    Projektion von unten:

    Fehlende Ecke oben links aus Betrachtersicht

    Projektion von oben:

    Fehlende Ecke unten rechts aus Betrachtersicht

    Für eine erfolgreiche, d. h. leuchtkräftige und farbneutrale Projektion ist die genaue Einhaltung der vorgegebenen Geometrie von entscheidender Bedeutung. Abweichungen von der vorgegebenen Projektionsgeometrie führen zu Verlusten an Leuchtkraft und unter Umständen ist die Farbneutralität nicht mehr gewährleistet.